Das PolyCenter ist eine studiengangsübergreifende Lern- und Unterstützungsstruktur für die naturwissenschaftlichen Grundlagen an der ETH Zürich. Es ergänzt bestehende Vorlesungen und Übungen durch inhaltlich angebundene, semesterbegleitende Elemente, die parallel wirken, gezielt dort ansetzen, wo typischerweise Verständnislücken entstehen, und die den Einsatz von Informatik und Mathematik im jeweiligen Fachkontext sichtbar machen.
In der aktuellen Pilotphase erfolgt dies begleitend und ohne zusätzliche Anrechnung. Mit der Einführung von PAKETH können PolyCenter-Elemente schrittweise stärker eingebunden und curricular verankert werden. Statt punktueller Prüfungsvorbereitung steht kontinuierliches Lernen, fachlicher Transfer und Peer-Unterstützung im Zentrum.
Das PolyCenter verbindet Studiengänge, Departemente und einzelne Lehrveranstaltungen, und es schafft einen gemeinsamen Rahmen für Austausch, Abstimmung und Zusammenarbeit in der Grundlagenausbildung. So werden Zusammenhänge sichtbar, Übergänge verbessert und die Grundlagen nicht als voneinander getrennte Pflichtmodule, sondern als kohärentes Ganzes vermittelt.
Frühes Erkennen und Schliessen von Wissenslücken, begleitend im Semester.
Motivation für Mathematik und Informatik im Curriculum und direkte Anwendung auf Fragestellungen des Studienganges
Von Auffrischung bis Vertiefung, flexibel und bedarfsorientiert.
Unterstützung durch Studierende und Coaches.
DIY‑Kits, Aufgaben, Feedback und Material fördern die Motivation und eigenständiges Lernen.
Die Angebote sind thematisch und curricular abgestimmt und können je nach Studiengang flexibel kombiniert werden.
Ziel ist ein nachhaltiger Kompetenzaufbau, nicht nur das Bestehen einzelner Prüfungen.
Mit der PAKETH‑Reform verlagert sich ein wesentlicher Teil der Lernzeit ins Semester. Das PolyCenter schafft dafür geeignete Strukturen:
Wann, wie, wo werden Differentialgleichungen in den Mathematikvorlesungen behandelt; aber auch in den Anwendungen (Informatik, Physik und später in den Hauptfächern). Ziel ist die Entwicklung gemeinsamer Unterlagen. Vgl. Diskussionsgrundlage.
Mathematik grundlegender Prozesse: Wachstum – Logistische DGL, Massenwirkungsgesetz – Gleichgewicht, Michaelis-Menten-Kinetik – Substrat-DGL
DGL (und Systeme dieser) in der Modellierung eines Immunsystems. In welchen Vorlesungen spielt dies eine Rolle, welche Grundlagen (auch aus Informatik) braucht es allenfalls etc.
Modellierung von Netzwerkflüssen, z.B. Anwendung in der Systembiologie (4. Semester).
Pilot (zusammen mit Norbert Hungerbühler): Wie KI Feedback auf Übungen geben kann, und wie der Prozess im HS für grosse Kohorten implementiert werden kann. Vgl. Zusammenfassung.
Sammlung von Erkenntnissen und Überlegungen, wie wir Übungen gestalten, welche Rolle die HA haben (werden) und wie wir sie unterstützen, begleiten etc.
Zu DGL, Lineare Algebra, Vektoranalysis unter Berücksichtigung der Kompetenzen „Rechnen können – Verstehen – Anwenden“. Vgl. Diskussionsgrundlage.
Fragen zum PolyCenter, zu den Angeboten oder zur Weiterentwicklung des Projekts, oder interessiert an einer Mitarbeit?
polycenter@ethz.ch (Dr. Alexander Caspar)
Für die Pilotphase suchen wir Hilfsassistierende (m/w/d)
Start: per sofort
Pensum: ca. 10 Stunden / Woche
Zielgruppe:
Studierende ab dem 3. BSc‑Semester (Mathematik, Physik, Ingenieur‑,
Life‑ oder systemorientierte Wissenschaften)
Die Mitarbeit ist in einem der folgenden Schwerpunkte möglich (bitte Präferenz bei der Bewerbung angeben):
Bewerbung:
Mit CV, kurzem Motivationsschreiben (inkl. Schwerpunkt ABC)
und aktuellem Transcript of Records an
polycenter@ethz.ch.